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Heymann-Löwenstein Riesling Schieferterrassen 2024
Höchst interessantes, nicht leicht zu identifizierendes Aromenbild, das sehr schlank und klar wirkt, aber ständig zwischen verschiedenen Facetten changiert. Erst jodig, metallisch, mit dezenten Anklängen von Kräutern – dann wieder eher Blüten und Frucht. Am Gaumen im ersten Moment leicht und kristallklar, worauf ein frisch-herber und extrem vielschichtiger Abgang folgt. Sehr saftig, sehr präzise. Yook vom vinocentral-Team, Frühling 2023

Inhalt: 0.75 Liter (31,87 €* / 1 Liter)

23,90 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Stolzenberg Großes Gewächs 2020
Purer Irrsinn: Zunächst fettig, speckig mit frittierten Noten und Wurstgewürzen wie Majoran. Darunter dezente gelbe Fruchtaromen, süßliche Kräuter, die mehr in den Vordergrund treten, je länger der Wein atmet. Im Mund entfaltet sich dann eine endlos weite Schieferkathedrale – am Ende leise Fruchtanklänge, Darjeeling und eine mundfüllende Struktur aus feinen Mineralien. Mosel at its best. Yook vom vinocentral-Team, Frühling 2016

Inhalt: 0.75 Liter (46,67 €* / 1 Liter)

35,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Laubach Großes Gewächs 2020
Der legendäre Uhlen gliedert sich nach seiner Bodenstruktur in drei Parzellen: Blaufüßlerlay, Rothlay und Laubach. Letzterer bildet mit seinem hohen Kalkanteil im Schiefer das „Mittelstück“ und verleiht den Weinen ihre unverwechselbare, kühle Eleganz. Der Steilhang von Heymann-Löwenstein umfasst fast 30 Terrassen auf 135 Höhenmetern bei einer Neigung von bis zu 150 %. Die Reben sind teils wurzelecht und über 60 Jahre alt – echte Charakterstöcke also. Die Trauben werden von Hand gelesen, spontan vergoren und reifen 18 Monate im großen Holz auf der Hefe. Low Intervention in Reinform. Im Glas zeigt der Riesling GG komplexe Aromen von getrockneten gelben Früchten, Limette und Honigbonbon, begleitet von zarten Petrolnoten, vegetabilen Nuancen und einem feinen Rauchschleier. Am Gaumen kühl, präzise und gradlinig, mit salziger Mineralität und einem Hauch Salzkaramell im Finale. Die Textur ist dicht, fast ölig, dabei von einem eleganten Säurenerv durchzogen. Ein tief mineralischer, puristischer Riesling mit beeindruckender Länge.Mehr Riesling geht kaum. Markus Heinisch vom vinocentral-Team, Oktober 2025

Inhalt: 0.75 Liter (65,33 €* / 1 Liter)

49,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Röttgen Großes Gewächs 2021
Neu eingetroffen. Aktuelle Beschreibung folgt. Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2017: Was für ein toller, ausdrucksstarker Stoff! Opulentes Bukett mit reifer Birne, Pfirsich, Aprikose, Honig, Koriander, Minze, Feuerstein und Jod. Am Gaumen vollführt der Wein einen waghalsigen Spagat zwischen burgundischem Schmelz und einer fast öligen Struktur auf der einen Seite – frischer, mineralischer Säure auf der anderen. Und überhaupt: was für eine tiefgründige Mineralität! Letztere gibt dem Ganzen Struktur und hält das Aromenspektakel im Zaum. Ein völlig kompromissloser, eigenständiger Wein mit unbändiger Kraft und forderndem, fast barockem Charakter. Der will nicht nur spielen. Der beißt. Yook vom vinocentral-Team, Juli 2019

Inhalt: 0.75 Liter (54,67 €* / 1 Liter)

41,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Laubach Großes Gewächs 2017
Die großen Rieslinge von Heymann-Löwenstein zählen seit Langem zum Spannendsten, was die Terrassenmosel zwischen Pünderich und Koblenz zu bieten hat. Und sie entziehen sich mit ihrem extrem lebendigen Charakter oft jeglicher Beschreibung, weil mehr als zwei Seelen in ihrer Brust zu wohnen scheinen, die über den Reifeverlauf, aber auch bereits nach kurzer Zeit im Glas, zum Ausdruck kommen. Im „Laubach“ singt der Boden mit seinem grauen Schiefer, Schluff und Kalk. Im frischen Bukett tummeln sich Noten von reifen Äpfeln und Birnen, etwas gelbem Steinobst und Kräutern wie Zitronenmelisse. Doch geht es bei diesem Wein natürlich weniger um die Frucht, als um seine tiefgründige und komplexe Struktur, die einerseits kraftvoll, dicht und nahezu ein bisschen ölig wirkt, andererseits sehr straight, salzig, ja, in gewisser Weise fast karg in seiner Präzision. Der Wein hat eine enorme Länge und einen sensationellen Spannungsbogen, der sich mit jedem Schluck etwas anders präsentiert. Hier stößt die Sprache an ihre Grenzen – ein Schluck „Laubach“ sagt mehr als tausend Worte … Yook vom vinocentral-Team, November 2019

Inhalt: 0.75 Liter (65,33 €* / 1 Liter)

Ab 49,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Kirchberg Großes Gewächs 2020
Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2018: Die letzten 100 Flusskilometer der Mosel werden wegen der pittoresken Trockenmauern in den extrem steilen Hanglagen auch als „Terrassenmosel“ bezeichnet – ein Begriff, der übrigens von Reinhard Löwenstein geprägt wurde. Sie reicht von Pünderich bis nach Koblenz. Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke findet man am flussläufig linken Ufer die kleine Gemeinde Hatzenport, in deren Rücken sich mit 100 bis 150 % Hangneigung in kompletter Südausrichtung die Lage Kirchberg erstreckt. Der Boden hier ist von einem sehr harten, stark eisenoxid-, also roten, und quarzithaltigen Schiefer geprägt. Die Lage gilt als eine der heißesten an der gesamten Mosel. Gerade im Hitzejahr 2018 war hier daher besonderes Fingerspitzengefühl gefragt – vor allem, wenn man wie Familie Heymann-Löwenstein auf önologische Korrekturen verzichtet.  Die Trauben für den Kirchberg Riesling VDP.Große Lage wurden selbstverständlich von Hand gelesen, spontanvergoren und ohne Zusätze wie Enzyme oder Schönungsmittel bis zum darauffolgenden Sommer im großen Holzfass ausgebaut.  Bereits im Bukett wirkt der Wein sehr reif und zugänglich, ganz frisch geöffnet aber durchaus noch etwas ungestüm. Im Vordergrund stehen zunächst die rauchig-schiefrige Würze mit einer dezenten Petrolnote, Tabak und dunkelwürziges, vollreifes Steinobst – wobei die Frucht hier eher eine Nebenrolle spielt – sowie ätherische Noten. Im Mund entfaltet sich der Wein kraftvoll, dunkelwürzig und tiefgründig mit leicht herber, gedörrter Frucht, Schmelz, pikanten Anklängen und einer sehr runden, für Moselverhältnisse geradezu milden Säure. Letztere ist wohl vor allem dem Jahrgang geschuldet.  Frappierend ist, wie stetig sich dieser lebendige, ungezähmte Kirchberg Riesling an der Luft verändert, einerseits Ecken und Kanten ablegt, andererseits immer tiefgründiger und dunkelwürziger erscheint. Ein eher bedächtiger, in sich gekehrter Wein und ein faszinierendes, sich ständig wandelndes Gemälde von Terroir und Jahrgang, über das man stundenlang meditieren kann …  Yook & Neser vom vinocentral-Team, Juni 2022

Inhalt: 0.75 Liter (44,00 €* / 1 Liter)

33,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Blaufüsser Lay Großes Gewächs 2020
Neu eingetroffen. Aktuelle Beschreibung folgt. Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2017: Die Lage „Uhlen“ erstreckt sich über die beiden Weinbaugemeinden Winningen und Kobern-Gorndorf an der unteren, sogenannten Terrassenmosel. „Lay“ ist ein sehr alter Begriff für Schiefer, „Blaufüsser“ bezieht sich höchstwahrscheinlich auf den blaugrauen Schiefer, der in dieser besonderen Parzelle des „Uhlen“ vorherrscht. Dabei handelt es sich um Devon-Schiefer mit einem höheren Tonanteil. Die Riesling-Reben im Weinberg der Familie Heymann-Löwenstein hier sind bis zu 60 Jahre alt – und viele von ihnen wurzelecht. Handlese versteht sich in dieser extremen Steillage mit bis zu 170 % Hangneigung ganz von selbst. Danach wurde der Wein spontanvergoren und im großen Holzfass mit 2.400 l ausgebaut – ohne Zusatz von Enzymen oder Schönungsmitteln.  Im Bukett Noten von Birne, gelbem Apfel und reifem, saftigem Pfirsich, aber auch rauchig-mineralische und jodige Anklänge sowie etwas Minze und halbfermentierter Oolong-Tee. Im Mund ist der Wein unglaublich stoffig und dicht, gleitet dabei aber kühl und fast tänzerisch über die Zunge in ein wunderbar langes Finish aus salziger Mineralität, filigraner Säure, leicht herben Zitruszesten und feinem Schmelz. Alles ungemein rund und harmonisch – ein Großes Gewächs, das dieser Bezeichnung vollkommen gerecht wird! Yook & Neser vom vinocentral-Team, Januar 2021

Inhalt: 0.75 Liter (65,33 €* / 1 Liter)

49,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Blaufüsser Lay Großes Gewächs 2019
Neu eingetroffen. Aktuelle Beschreibung folgt. Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2017: Die Lage „Uhlen“ erstreckt sich über die beiden Weinbaugemeinden Winningen und Kobern-Gorndorf an der unteren, sogenannten Terrassenmosel. „Lay“ ist ein sehr alter Begriff für Schiefer, „Blaufüsser“ bezieht sich höchstwahrscheinlich auf den blaugrauen Schiefer, der in dieser besonderen Parzelle des „Uhlen“ vorherrscht. Dabei handelt es sich um Devon-Schiefer mit einem höheren Tonanteil. Die Riesling-Reben im Weinberg der Familie Heymann-Löwenstein hier sind bis zu 60 Jahre alt – und viele von ihnen wurzelecht. Handlese versteht sich in dieser extremen Steillage mit bis zu 170 % Hangneigung ganz von selbst. Danach wurde der Wein spontanvergoren und im großen Holzfass mit 2.400 l ausgebaut – ohne Zusatz von Enzymen oder Schönungsmitteln.  Im Bukett Noten von Birne, gelbem Apfel und reifem, saftigem Pfirsich, aber auch rauchig-mineralische und jodige Anklänge sowie etwas Minze und halbfermentierter Oolong-Tee. Im Mund ist der Wein unglaublich stoffig und dicht, gleitet dabei aber kühl und fast tänzerisch über die Zunge in ein wunderbar langes Finish aus salziger Mineralität, filigraner Säure, leicht herben Zitruszesten und feinem Schmelz. Alles ungemein rund und harmonisch – ein Großes Gewächs, das dieser Bezeichnung vollkommen gerecht wird! Yook & Neser vom vinocentral-Team, Januar 2021

Inhalt: 0.75 Liter (65,33 €* / 1 Liter)

49,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Blaufüsser Lay Großes Gewächs 2017
Der Begriff „Lay“ wurde schon von den alten Römern genutzt und ist seitdem ein Synonym für Schiefer. „Blaufüsser“ bezieht sich hierbei auf die blaue Farbe des Schiefers, der in dieser Gewanne zu finden ist. Die von Heymann-Löwenstein bewirtschaftete Parzelle hat eine Steigung von 100 bis 170 Prozent mit einer nach innen gerichteten Ausrichtung, was diese zu einer der kühlsten im Lagen-Portfolio macht. Mit einem Alter von über 60 Jahre wurzeln die Reben entsprechend tief und können somit das Terroir bestens zum Ausdruck bringen. Spontan vergoren, im großen Holz ausgebaut, ohne Nutzung von Schönungsmitteln oder sonstigen Enzymen darf dieser Wein dann für mindestens 18 Monate auf der Hefe reifen, bevor er in die Flasche gefüllt wird. Jetzt, zwei Jahre später, findet man ein sehr balanciertes und verspieltes Bukett. Neben Mango, Zitronengras und etwas Orange zeigt sich eine prägnante Schieferwürze. Mit viel Extrakt und leicht süß präsentiert sich der Wein zu Beginn am Gaumen. Dieser erste Eindruck verflüchtigt sich jedoch recht schnell – sehr fokussiert und geradlinig zeigt sich dann eine mineralische, fordernde Säure. Auf der Zunge überwiegen feine Noten von getrockneten Kräutern, Feuerstein und etwas Jod; die Frucht tritt ein wenig in den Hintergrund. Druckvoller, langer Nachhall. Sebastian Fehlinger vom vinocentral-Team, Dezember 2021

Inhalt: 0.75 Liter (65,33 €* / 1 Liter)

49,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Röttgen Großes Gewächs 2019
Neu eingetroffen. Aktuelle Beschreibung folgt. Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2017: Was für ein toller, ausdrucksstarker Stoff! Opulentes Bukett mit reifer Birne, Pfirsich, Aprikose, Honig, Koriander, Minze, Feuerstein und Jod. Am Gaumen vollführt der Wein einen waghalsigen Spagat zwischen burgundischem Schmelz und einer fast öligen Struktur auf der einen Seite – frischer, mineralischer Säure auf der anderen. Und überhaupt: was für eine tiefgründige Mineralität! Letztere gibt dem Ganzen Struktur und hält das Aromenspektakel im Zaum. Ein völlig kompromissloser, eigenständiger Wein mit unbändiger Kraft und forderndem, fast barockem Charakter. Der will nicht nur spielen. Der beißt. Yook vom vinocentral-Team, Juli 2019

Inhalt: 0.75 Liter (54,67 €* / 1 Liter)

41,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Kirchberg Großes Gewächs 2018
Die letzten 100 Flusskilometer der Mosel werden wegen der pittoresken Trockenmauern in den extrem steilen Hanglagen auch als „Terrassenmosel“ bezeichnet – ein Begriff, der übrigens von Reinhard Löwenstein geprägt wurde. Sie reicht von Pünderich bis nach Koblenz. Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke findet man am flussläufig linken Ufer die kleine Gemeinde Hatzenport, in deren Rücken sich mit 100 bis 150 % Hangneigung in kompletter Südausrichtung die Lage Kirchberg erstreckt. Der Boden hier ist von einem sehr harten, stark eisenoxid-, also roten, und quarzithaltigen Schiefer geprägt. Die Lage gilt als eine der heißesten an der gesamten Mosel. Gerade im Hitzejahr 2018 war hier daher besonderes Fingerspitzengefühl gefragt – vor allem, wenn man wie Familie Heymann-Löwenstein auf önologische Korrekturen verzichtet.  Die Trauben für den Kirchberg Riesling VDP.Große Lage wurden selbstverständlich von Hand gelesen, spontanvergoren und ohne Zusätze wie Enzyme oder Schönungsmittel bis zum darauffolgenden Sommer im großen Holzfass ausgebaut.  Bereits im Bukett wirkt der Wein sehr reif und zugänglich, ganz frisch geöffnet aber durchaus noch etwas ungestüm. Im Vordergrund stehen zunächst die rauchig-schiefrige Würze mit einer dezenten Petrolnote, Tabak und dunkelwürziges, vollreifes Steinobst – wobei die Frucht hier eher eine Nebenrolle spielt – sowie ätherische Noten. Im Mund entfaltet sich der Wein kraftvoll, dunkelwürzig und tiefgründig mit leicht herber, gedörrter Frucht, Schmelz, pikanten Anklängen und einer sehr runden, für Moselverhältnisse geradezu milden Säure. Letztere ist wohl vor allem dem Jahrgang geschuldet.  Frappierend ist, wie stetig sich dieser lebendige, ungezähmte Kirchberg Riesling an der Luft verändert, einerseits Ecken und Kanten ablegt, andererseits immer tiefgründiger und dunkelwürziger erscheint. Ein eher bedächtiger, in sich gekehrter Wein und ein faszinierendes, sich ständig wandelndes Gemälde von Terroir und Jahrgang, über das man stundenlang meditieren kann …  Yook & Neser vom vinocentral-Team, Juni 2022

Inhalt: 0.75 Liter (44,00 €* / 1 Liter)

33,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Roth Lay Großes Gewächs 2020
Riesling Uhlen Roth Lay Großes Gewächs 2020 von Heymann-Löwenstein ist neu eingetroffen. Beschreibung folgt.

Inhalt: 0.75 Liter (73,33 €* / 1 Liter)

55,00 €*
Heymann-Löwenstein Riesling Röttgen Großes Gewächs 2020
Neu eingetroffen. Aktuelle Beschreibung folgt. Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2017: Was für ein toller, ausdrucksstarker Stoff! Opulentes Bukett mit reifer Birne, Pfirsich, Aprikose, Honig, Koriander, Minze, Feuerstein und Jod. Am Gaumen vollführt der Wein einen waghalsigen Spagat zwischen burgundischem Schmelz und einer fast öligen Struktur auf der einen Seite – frischer, mineralischer Säure auf der anderen. Und überhaupt: was für eine tiefgründige Mineralität! Letztere gibt dem Ganzen Struktur und hält das Aromenspektakel im Zaum. Ein völlig kompromissloser, eigenständiger Wein mit unbändiger Kraft und forderndem, fast barockem Charakter. Der will nicht nur spielen. Der beißt. Yook vom vinocentral-Team, Juli 2019

Inhalt: 0.75 Liter (54,67 €* / 1 Liter)

41,00 €*

Frühe Avantgarde der modernen deutschen Weinkultur

1980 pachtete ein junges linkes Akademikerpaar in Lehmen an der Mosel ein Weingut – zunächst eher aus ganz profanen Broterwerbsgründen denn aus Idealismus. Er stammte zwar aus einer alteingesessenen Moselaner Winzerfamilie, war der provinziellen Enge jedoch frühestmöglich entflohen, um unter anderem – wie es sich damals für einen anständigen Linken gehörte – in Paris freiwilligen sozialen Friedensdienst zu leisten. Später hatte er Agrarökonomie studiert und schließlich eine Promotion an der Weinbauhochschule in Geisenheim begonnen. Doch war damals klar, dass ihm als Mitglied der ultralinken DKP angesichts des sogenannten Radikalenerlasses die anvisierte Laufbahn verwehrt bleiben würde. Irgendwie musste dann aber Geld aufs Konto kommen – dann eben doch Wein machen. Das lief anfangs wohl eher bescheiden und die 1980er-Jahre brachten für den deutschen Weinbau als Ganzes eine handfeste Krise mit sich. Die beiden warfen die Flinte dennoch nicht ins Korn respektive in die Schieferterrassen. Für die Riesling-Freaks rund um den Globus ist das bis heute ein großes Glück. Denn wir sprechen hier von Reinhard Löwenstein und seiner Frau Cornelia Heymann-Löwenstein – und damit von der frühen Avantgarde der modernen deutschen Weinkultur schlechthin. 

Leidenschaftliches Plädoyer für den Terroir-Gedanken

Die eigentliche Revolution begann im Weingut Heymann-Löwenstein mit den 1990er-Jahren – mittlerweile am heutigen Standort in Winningen. Gegärt hatte es dort bis dahin auf Basis moderner Reinzuchthefen. Nun hielt im Keller das Einzug, was man heute als Low-Intervention bezeichnet, also der Verzicht auf den Zauberkasten der modernen Önologie. Stattdessen: Maischestandzeit, Spontangärung und ein langes Hefelager im traditionellen Holzfass. Das Ziel: vollkommen unmanipulierte, möglichst trockene Rieslinge, in denen kompromisslos das Terroir, der Jahrgang und der besondere Spirit der Menschen dahinter zum Ausdruck kommen. Botrytis-Trauben wurden einfach mitgekeltert und wenn die Hefe mal vorzeitig den Dienst quittierte, kam der Wein eben mit einer gewissen Restsüße auf die Flasche. Im Ergebnis führte dieses radikale Laisser-faire im Keller zu – für die damalige Zeit – äußerst ungewöhnlichen Weinen. Sie verweigerten sich ganz bewusst dem schnöden Massengeschmack und polarisierten auch die Fachwelt. Ein kleiner Kreis war durch die Weine wie vom Donner gerührt – der Rest stand ihnen eher ratlos bis feindselig gegenüber. Diese in Deutschland völlig neue Idee von Wein und was der Begriff „Terroir“ überhaupt bedeuten solle, das war hierzulande damals noch erörterungs- und erklärungsbedürftig. Dabei kam Reinhard Löwenstein eine Intellektualität und ein sprachliches Talent zupass, wie man es in der Weinwelt kaum ein zweites Mal findet. 2003 ergab sich für ihn die Möglichkeit, einen Text in der FAZ zu veröffentlichen: Der eloquente, bisweilen bissige Parforceritt durch die Tiefen und Untiefen des damaligen Wein-Establishments war ein leidenschaftliches Plädoyer für den Terroir-Gedanken und eine neue, wahrhafte Weinkultur. 

Erfolgreiche Revolution

Es sollte nicht die letzte Wortmeldung Reinhard Löwensteins bleiben, die neben den Weinen weitere Kontroversen befeuerte. Wenige Jahre später folgte ein ganzes Buch. (Etliche seiner Texte findet man übrigens auf der umfangreichen Website des Weinguts.) Die Heymann-Löwensteinschen Rieslinge bekamen nun jedenfalls die breite Aufmerksamkeit, die ihnen längst gebührte, und das Weingut erlebte so auch endlich den verdienten wirtschaftlichen Durchbruch. 

Ab 2012 hat der Weinstil noch mal einen deutlichen Wandel erfahren, hin zu mehr Eleganz und einer früheren Zugänglichkeit – ohne dabei den eigenständigen Charakter einzubüßen. Unter anderem war durch den architektonisch markanten neuen Anbau an das Weingut endlich genügend Platz, um die Botrytis nach der Lese auszusortieren. Diese Trauben wandern seither in edelsüße Spezialitäten. Und natürlich dürfte auch der Einfluss von Tochter Sarah zu schmecken sein, die sich seitdem verstärkt ins Weingut einbringt. Heute sind die ungemein ausdrucksstarken Rieslinge von Heymann-Löwenstein im Allgemeinen über jeden Zweifel erhaben. Wenigstens diese Revolution in Deutschland war also letztlich von Erfolg gekrönt – und hat bis heute in unser aller Idee von Wein weite Kreise gezogen.

Bild rechts: Anbau Weingut Heymann-Löwenstein Foto@T.Vollmer