Der Goumenissa dieses Ausnahmeweinguts aus der gleichnamigen Appellation nordwestlich von Thessaloniki gehörte zu den ersten griechischen Weinen, die im vinocentral Einzug hielten und hat mittlerweile eine treue Fan-Gemeinde um sich geschart. Die Qualität ist Jahr für Jahr überzeugend, zudem handelt es sich hier um eines der wenigen griechischen Bioweingüter. Dichtes, wenn auch nicht überbordend fruchtiges Bukett mit Noten von Pflaume, etwas Kirsch, balsamische Anklänge sowie etwas getrocknete Tomate, frischer Lorbeer und Minze. Am Gaumen saftig und stoffig mit sehr lebendiger Tanninstruktur. Vor allem aber der frische Säurenerv verleiht dem Wein trotz aller mediterraner Kraft und Barrique-Reife die nötige Frische und eine gewisse Leichtigkeit. Ein wunderbarer Solist, der auch gut mit geschmortem oder gegrilltem Lamm kann.
Yook vom vinocentral-Team, August 2019
Griechenland ist in der Weinbranche gerade ganz groß im Kommen. Und längst hat sich hier auch eine wachsende Bio-Szene etabliert. Vangelis Chatzivaritis aus der Region Goumenissa, ursprünglich ein Marmor-Tycoon und Hobbywinzer, gilt als einer der Spitzenproduzenten mit Bio-Zertifikat. Leicht süßliche, dunkle Nase mit Noten von Zwetschke und dunkelroten Früchten, Lakritz, Lorbeer und Rosmarin. Am Gaumen absolut trocken, saftig mit stoffigen, noch jungen Tanninen und schöner Frucht. Im Abgang kräftig und lang.
Yook vom vinocentral-Team, Februar 2017
Einer unserer Publikumslieblinge im Griechenlandsortiment – und nicht nur da. Eine wunderbare Cuvée aus den beiden autochthonen Rebsorten Xinomavro und Negoska, die in beinahe burgundischer Eleganz erstrahlen, wären da nicht die sanften Anklänge von Lorbeer und Oliven im Bukett und die mediterrane Würze am Gaumen. Ansonsten: Brombeere, vollreife Pflaumen, Herzkirschen. Am Gaumen saftig und voll mit kernigem, aber zugänglichen Tanningerüst und schön eingebundenen Barrique-Noten.
Yook vom vinocentral-Team, August 2016
Thymiopoulos Vineyards Rosé de Xinomavro 2022:
Die Welt der Rosé-Weine hält immer noch Überraschungen parat, die weitab von gängigen Standards liegen. Spontanvergoren, unfiltriert und ungeschönt reift der Rosé von Thymiopoulos mindestens vier Monate in Eichenfässern. Sein intensives Lachs-Rosa erinnert daher mehr an einen gereiften Cognac als an das üblich wässrige, zart Rosa seiner Kollegen aus Frankreich.
Das prägnante Aroma ist geprägt von rotem Pfirsich, Walderdbeeren und reifer Tomate, unterlegt mit getrockneten Bergkräutern und süßem Kamillentee.
Im Mund dann eine sanfte Tannin-Struktur getragen durch viel Extraktsüße aus der Reifung im Holz, die an Salzkaramell denken lässt. Komplex, fein und elegant kann dieser Xinomavro Rosé von Thymiopoulos jedoch seine mediterrane Herkunft nicht verleugnen. Und schon blättert man im Ottolenghi-Kochbuch nach den passenden Gerichten. Ich prophezeie eine 80-prozentige Trefferquote.
Robert Frey vom vinocentral-Team, Mai 2024
Kennt Ihr Retsina? Wenn nicht, dann gibt es Interventionsbedarf! Es handelt sich dabei um Wein, der mit Harz versetzt ist. In diesem Fall wurde die Assyrtiko-Traube auf ihren Schalen etwa sieben Tage mazeriert. Orange ist das Zeug also auch noch! Crazy going Crazy! Zum Vergären des Mosts wird hochwertiges Hartz aus den Bergen hinzugefügt. Es handelt sich dabei um eine traditionelle Herstellungsweise. Was kommt dabei heraus? Ein Wein, ätherisch und vollmundig. In der Nase Honig, Lavendel, Rosmarin, Eukalyptus und Hartz. Im Mund überraschen frisch und superinteressant. So etwas habt Ihr noch nicht probiert! Persönliche Empfehlung von mir wäre, ihn mit Käse zu genießen! Am besten Comté oder Bergkäse. Wagt es! Begebt Euch in die verborgene und mystische Welt des Retsina.
Elena Scheer vom vinocentral-Team, August 2021
Thymiopoulos Vineyards Xinomavro Erde und Himmel 2016:
In Griechenland zählt die Xinomavro (saure Schwarze) zwar zu den wichtigsten Rebsorten überhaupt, bei uns in Deutschland kennt jedoch kaum jemand ihren Namen. Das hat zum einen damit zu tun, dass griechischer Wein hierzulande grundsätzlich noch längst nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Zum anderen wird der Rebsortenname auf Etiketten oft gar nicht genannt. Ähnlich wie im Burgund steht hier meistens der Gebietsname im Vordergrund. In diesem Fall ist das Naoussa in Makedonien. Schon in der Nase kündigt sich ein sehr finessenreicher Wein an: Zwischen dunklen Beerenfrüchten und zarten Anklängen von Pflaumenmus findet man erdige, leicht blumige Noten und einen Hauch Vanille, vor allem aber mediterrane Aromen wie getrocknete Tomaten, Oregano und grüne Oliven. Am Gaumen setzt sich dieses Aromenspiel fort, ergänzt um eine pfeffrige Note. Trotz aller mediterraner Kraft präsentiert sich der Wein auch hier sehr filigran und elegant mit einem deutlichen, aber nicht harten oder vordergründigen Säurerückgrat. Herausragender Stoff – biodynamisch angebaut und mit minimalen kellertechnischen Eingriffen produziert.
Yook vom vinocentral-Team, März 2019
Zu dem Jahrgang 2015:
"Großes Kino: Gereifter Rosé de Xinomavro von Star-Winzer Apostolos Thymiopoulos aus Griechenland. Trocken, kräutrig, salzig, schmelzig. Eine Offenbarung."
Adriana Catolano, Weinwirtschaft 8/2018
Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2015:
Apostolos Thimiopoulos zählt zu der sehr kleinen Gruppe von Winzern in Griechenland, die sich der Biodynamie verschrieben haben und widmet sich in der makedonischen Appellation Naoussa der autochthonen Xinomavro (dt. saure Schwarze), der einzigen Rebsorte, die dort für Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung zugelassen ist. Mit seinem Klassiker „Erde und Himmel“ hat er dort gewissermaßen eine neue Schule des Xinomavros begründet. Entgegen der herkömmlichen Machart setzt er mit seinen Weinen eher auf Finesse, Eleganz und Cool-Climate-Charakter, wie es nach seiner Auffassung dieser nördlichen Region Griechenlands eher entspricht. Sein „Naoussa Alta“ entstand eigentlich zunächst aus der Not heraus. 2014 war ein schlechter Jahrgang, der ihn schweren Herzens die Entscheidung treffen ließ, keinen „Erde und Himmel“ abzufüllen. Das Lesegut verwertete er in einem einfacheren, leichteren Rotwein. Der „Naoussa“ war geboren. 2015 folgte dann zwar wieder ein sehr gutes Jahr, doch wurde der Zweitwein im Portfolio beibehalten. Die Trauben dafür stammen nun einfach aus jüngeren, höher gelegenen Weinbergen: Naoussa Alta. Die Nase ist absolut typisch für die Rebsorte mit Noten von Zwetschge und Kirsche, etwas getrockneter Tomate und einem Hauch Zimt. Der Wein fließt kühl und elegant über den Gaumen und lässt nur ganz leicht die Muskeln spielen. Seine moderaten 12,5 % Alkohol, die seidig-sanften Tannine und der feine Säurenerv sorgen für Trinkfluss und leiten in ein schönes Finish über. Ein wirklich delikater Genuss!
Yook vom vinocentral-Team, August 2019
Wein‑Plus Bewertung: Sehr gut (87 WP)
Nussiger, etwas gewürziger und etwas metallischer Duft nach roten und schwarzen Beeren mit tabakigen Noten. Geradlinige, saftige Frucht mit nussigen, kräuterigen und leicht gewürzigen Aromen, sehr feines Tannin, ein Hauch Kolanuss, gewisse Nachhaltigkeit, zarter Schmelz, guter bis sehr guter, saftiger und feinwürziger Abgang mit teils eingemacht wirkender Frucht
Wein-Plus, 19. August 2018
Malagousia, Xinomavro und Assyrtiko. Nein, das ist kein Zauberspruch, sondern es sind Traubensorten aus Griechenland! Der Grundwein wurde im darauffolgenden Jahr mit Most versetzt und somit eine zweite Gärung in der Flasche vollzogen und undegorgiert seinem Schicksal überlassen. Ist gut gegangen! Nur bitte Obacht geben beim Öffnen, der Sprudel lebt!In der Nase Aromen von Honig, rotschaligem Apfel, außerdem Zitrone und Melone. Die Perlage am Gaumen ist wild und aufregend. Als Speisebegleitung empfiehlt die griechische Winzer-Familie alles oder nichts! So ein extrem frischer Schaumwein braucht auch nicht viel, um zu überzeugen! Speziell und sehr empfehlenswert.
Elena Scheer vom vinocentral-Team, August 2021
Du findest das Thema Wein spannend, bist aber noch ein Absolute Beginner? – Dann sind unsere Wein-Startersets und die dazugehörigen Livestreams 3 Gläser: Wein für Einsteiger*innen genau das richtige für dich.
Bei diesem Weinpaket und dem dazugehörigen Livestream dreht sich dabei alles um Rot- und Roséwein. Robert Frey und Alexander Marschall erklären, warum es Weine gibt, die auf Anhieb nahezu jedem schmecken, andere hingegen erst mit ein bisschen Wein-Erfahrung begeistern? Was versteht man unter mineralisch? Wie kommt die Farbe in den Wein? Wird Deutschland mehr und mehr zum Rotweinland oder braucht es dazu höhere Temperaturen? Und schließlich: Warum muss manch ein Rotwein erst atmen, bevor er getrunken wird?
Anhand von drei unterschiedlichen Weinen können Einsteiger*innen einen ersten Eindruck von der Vielfalt bekommen. Wer neben dem Wissens- auch den Weindurst stillen möchte, bestellt das dazugehörige Weinpaket Starterset Rot vorab im vinocentral.
Das 3er-Paket Starterset Rot enthält:
Rosé de Xinomavro 2022, Thymiopoulos Vineyards, Makedonien, Griechenland 0,75l
Spätburgunder 2021, Carsten Saalwächter, Rheinhessen, Deutschland 0,75l
Primitivo 14 Gioia del Colle Vigneto Marchesana bio 2019, Polvanera, Apulien, Italien 0,75l
vinocentral-Livestream 3 Gläser: Rotwein für Einsteiger*innen
Mit Robert Frey und Alexander Marschall Mit einem Klick zum Livestream
Hinweis: Nach der Live-Ausstrahlung können alle Livestreams weiterhin in unserer Mediathek abgerufen werden.
Vorbereitung für das TastingDie ideale Trinktemperatur der Weine liegt bei 16 °C – in einer sehr warmen Umgebung auch gerne noch ein, zwei Grad kühler. Als Begleitung empfehlen wir zunächst nur stilles Wasser. Zum Probieren kann ein herkömmliches Weinglas verwendet werden.
Da das Zusammenspiel von Wein und Speisen noch mal ein ganz eigenes umfangreiches Thema ist, verzichten wir bei diesem Einsteiger-Livestream bewusst auf eine Speiseempfehlung. Wer dennoch während des Tastings etwas essen möchte, holt sich einfach aus dem Kühlschrank ein bisschen Käse und/oder Oliven.